Einigung beim EU-Emissionshandel

Die EU hat sich auf eine Reform des Emissionshandels geeinigt: Energiekonzerne und Industrie müssen künftig mehr für CO2-Berechtigungen zahlen. Für Deutschland kann noch ein Aspekt wichtig werden.

Industriebetriebe und Stromproduzenten werden künftig wohl deutlich mehr für den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid bezahlen müssen. Nach monatelangen Verhandlungen ist eine Reform des europäischen Emmissionshandel abgeschlossen.

Geplant sind deutlich schärfere Klimaziele für Fabriken und Kraftwerke. Die Menge, die sie an Treibhausgasen in die Luft blasen dürfen, soll zwischen 2021 und 2030 jährlich um 2,2 Prozent sinken. Die Anforderungen zur CO2-Einsparung werden damit im Zeitraum 2020 bis 2030 um rund ein Viertel verschärft.

Gleichzeitig werden Verschmutzungsrechte vom Markt genommen, um das Angebot zu verknappen. Dies soll dazu beitragen, dass die rund 11.000 beteiligten Anlagen in Europa bis 2030 mindestens 43 Prozent weniger Kohlendioxid und andere Klimagase ausstoßen als 2005, damit die EU ihre Zusagen im Pariser Weltklimapaket einhalten kann.

Mit der Reform wird der Zertifikateüberschuss doppelt so schnell abgebaut werden als bisher geplant. Ab 2019 werden jedes Jahr 24 Prozent des Überschusses aus dem Markt genommen und in die sogenannte Marktstabilitätsreserve überführt.

 

Veröffentlicht am
Kategorisiert in News